HNO-Center Luzern AG
Prof. Dr. med. Marcus M. Maassen Hünenbergstr. 1
CH - 6006 Luzern
Fon 041 420 6634
Fax 041 420 2919
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Welche Sinnesorgane kann der Ohrenarzt untersuchen?

Die ambulante Diagnostik ermöglicht eine effiziente Vorbeugung.
  • Den Gehörsinn überprüft der Ohrenarzt mit Hörtests (Audiometrie). Diese Tests werden beispielsweise erforderlich bei einseitiger Hörverminderung oder Taubheit, bei akut aufgetretenen Ohrgeräuschen (Tinnitus) oder bei Lärmschaden des Ohres.
  • Den Gleichgewichtssinn untersucht der Ohrenarzt mit Gleichgewichtsfunktionsprüfungen (Äquilibriometrie): Diese Abklärungen werden durchgeführt bei Taumeligkeit, Schwindel, Fallneigung, Orientierungsstörungen, bei einer Seekrankheit oder bei Altersschwindel.
  • Den Geruchssinn testet der Ohrenarzt mit Geruchstest (Olfaktometrie): Geruchsstörungen können auftreten bei einem blockierenden Geruchsausfall durch Nasenverschwellungen (z.B. Poliposis nasi), durch eine Schädigung der Geruchszellen, durch eine Geruchsverwechslung oder die Geruchhalluzination, z.B. bei Epilepsie.
  • Den Geschmackssinn klärt der Ohrenarzt mit Geschmackstests (Gustometrie) ab. Liegt eine Geschmacksstörung vor, kann sich dies bemerkbar machen durch eine Geschmacksverzerrung, Geschmacksverwechslungen, Geschmacksillusionen oder Geschmacksblindheit.
Erkrankungen der Kopfsinnesorgane sind häufig. Liegt ein Schwindel oder ein akutes Ohrgeräusch vor, sollte allenfalls der Ohrenarzt eine weitere Abklärung einleiten. Nachdem der Ohrenarzt die notwendigen diagnostischen Verfahren durchgeführt hat, kann meist zügig die korrekte Rehabilitationsmassnahme eingeleitet werden. Dies gilt auch für Patienten, die ein HWS-Schleudertrauma erlitten haben. Tritt bei einem Verkehrsunfallopfer nach dem Unfall eine Funktionsstörung der Kopfsinnesorgane auf, kann der Ohrenarzt die Funktionsstörungen abklären und objektivieren und rechtzeitig die erforderlichen Rehabilitationsmassnahmen einleiten.
In der HNO-Praxis Prof. Maassen führen hochspezialisierte Mitarbeiterinnen komplexe Hörprüfungen und Gleichgewichtsuntersuchungen durch. Besteht der Verdacht auf eine Hörstörung oder liegt ein akutes Ohrgeräusch (Tinnitus) vor, werden eine Reihe von subjektiven (unter Mitarbeit des Patienten) und objektiven (ohne Mitarbeit des Patienten) Tests eingesetzt.
  • Bestimmung der Hörschwelle unter Mitarbeit des Patienten (Reintonaudiometrie) mit oder ohne indirekte (Tinnitusbestimmung)
  • Bestimmung des Sprachverständnissesunter Mitarbeit des Patienten (Sprachaudiometrie)
  • Messung des Stapediusreflexes (Mittelohrmuskelreflex). Durch den Stapediusreflex wird eine Bewegung des Trommelfelles ausgelöst. Wird mit einem Schallpegeln von 80-100 dB stimuliert, kann (ohne Mitarbeit des Patienten) etwa 50 ms nach Einsatz des Schalls eine Druckänderung im luftdicht abgeschlossenen Gehörgang (Stapediusreflex-Messung) gemessen werden.
  • Messung des akustischen Widerstandes über eine Druckpumpe im Gehörgang, die Ober- oder Unterdrücke erzeugt. Die sich verändernden Reflexionen am Trommelfell können dann mit einem Messmikrofon aufgezeichnet werden (Tympanogramm).
  • Messung der otoakustische Emissionen (Abkürzung: OAE, von griech. us, otos = Ohr). Das Innenohr leitet nicht nur Töne an den Hörnerv weiter, sondern gibt auch Töne entweder spontan oder auf einen äusseren akustischen Reiz hin ab. Mit hochempfindlichen, in den Gehörgang eingebrachten Messmikrofonen, können wir die OAE nachweisen. OAE spiegeln die Motoraktivität der äusseren Haarzellen wider. Die äusseren Haarzellen sind der Vorverstärker für die inneren Haarzellen beim Hören leiser Geräusche. Wird das Ohr beschallt, geraten die äusseren Haarzellen in Schwingung. Durch die Schwingungen im flüssigkeitsgefüllten Innenohr resultiert eine passive Wanderwelle. Die äusseren Haarzellen verstärken, diese nach den bahnbrechenden Arbeiten des Nobelpreisträgers Georg von Békésy (* 3. Juni 1899 in Budapest) benannte passive Wanderwelle zur aktiven Wanderwelle und leiten sie an die inneren Haarzellen weiter. Hier findet das eigentliche Hören statt, d.h. die Umsetzung der mechanischen Schallwelle in ein elektrisches Signal. Wie bei einem schwingenden Motor erzeugen die äusseren Haarzellen erzeugen dadurch selbst einen Ton, der vom Ohr wieder über den Gehörgang als Schallaufzeichnung über ein Spezialmikrophon gemessen werden kann. Durch eine anschliessende Fourieranalyse wird die Frequenz und Amplitude der Emissionen ermittelt. Vier Typen von otoakustischen Emissionen lassen sich unterscheiden. Typischerweise sind am gesunden Ohr zwei Arten von OAE messbar: die TEOAE und die DPOAE. Diese können von unseren Mitarbeiterinnen in der HNO-Praxis Prof. Maassen gemessen werden:
    • Transitorisch evozierte otoakustische Emissionen (TEOAE): werden durch einen kurzen, breitbandigen Schallimpuls auf das Ohr ausgelöst (evoziert).
    • Distorsionsproduzierte otoakustische Emissionen (DPOAE): auch Verzerrungsprodukte, werden ausgelöst durch die Darbietung von zwei Sinustönen, die untereinander in einem bestimmten Frequenzverhältnis (2 * f1 − f2) stehen. Das Ohr reagiert dann mit der Aussendung eines kubischen Differenztones fdp
    • Spontane otoakustische Emissionen (SOAE): treten ohne äusseren Reiz auf.
    • Simultan evozierte otoakustische Emissionen (SEOAE): werden durch die auf Stimulation mit einem Dauertons ausgelöst.
  • Ableitungen aus dem Gehirn als Antwort auf eine Reizung des Ohres und die Messung der Geschwindigkeit der Signalübertragung zwischen Ohr und Gehirn (Brainstem Evoked Response Audiometry, BERA)
  • Messung der Antworten von Körper und Auge auf spezifische Reizungen des Gleichgewichtsorganes eines Ohres. Bei dieser apparativen Schwindeldiagnostik kann der Schwindel dahingehend abgeklärt werden, ob ein peripherer (Innenohr mit vestibulärem System) oder ein zentraler (vom Stammhirn zum Grosshirn) Schwindel vorliegt (Video Nystagmographie, VNG).
  • Messung der Antworten von Muskelpotentialen, die vom Gleichgewichtssinn ausgelöst werden können bei Bedarf in der erweiterten Schwindeldiagnostik eingesetzt werden. Es können mit dem System Messungen der vestibulär evozierten myogenen Potentiale ("C-VEMP") durchgeführt werden und dadurch Informationen über die Funktion des Sacculus und des damit verbundenen Nervensystems gewonnen werden. Die Messung der "O-VEMP's" eröffnet Informationen über den Utrikulus und wird mit akustischer Stimulation durchgeführt. Das System verfügt über eine Funktion , um den Muskeltonus zu überwachen. Die VEMP Antwort wird dem Muskeltonus entsprechend skaliert und beim Rechts/Links Vergleich eingerechnet. Damit ist eine sehr genaue Diagnose der Gleichgewichtserkrankung möglich.
  • Ebenfalls werden Riech- und Geschmacktests durchgeführt.

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