HNO-Center Luzern AG
Prof. Dr. med. Marcus M. Maassen Hünenbergstr. 1
CH - 6006 Luzern
Fon 041 420 6634
Fax 041 420 2919
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Direkter Kontakt
Autoimmunerkrankungen des Ohres können sich schon in der Kindheit bemerkbar machen
Die Autoimmunerkrankung des Innenohres ist eine seltene Krankheit, die in weniger als einem Prozent aller Innenohrerkrankungen auftritt.

Wie kann sich eine Autoimmunerkrankung des Innenohres ausprägen?

Die Symptome einer Autoimmunerkrankung des Innenohres wurden erstmals von McCabe 1979 beschrieben: Bei einer Autoimmunerkrankung des Innenohres schreitet eine Innenohrschwerhörigeit schnell und progredient fort; zu schnell für eine altersbedingte Innenohrschwerhörigkeit und zu langsam für einen Hörsturz. Patienten können einen Druck im Ohr verspüren und Schwindelgefühle erleiden. Zusätzlich kann ein Klingeln, Zischen oder ein lauter Ton im Ohr vernommen werden.

Wie kann der Arzt eine Autoimmunerkrankung des Ohres nachweisen?

Eine Autoimmunerkrankung des Innenohres zu diagnostizieren ist sehr schwer, weshalb es oft zu Verwechslungen kommen kann, bis der Patient auf dem zweiten Ohr eine Schwerhörigkeit erleidet. Ein viel versprechendes Verfahren eine Autoimmunerkrankung des Innenohres festzustellen ist ein spezieller Labortest, der „Western blot Immunoassay“. Dieses Verfahren wurde erstmals von Harris und Sharp 1990 angewandt. Ein bestimmter Antikörper, der „KHRI-3“ Antikörper bindet an Stützzellen des Innenohres und lässt sich als Verfärbung mittels Immunfluoreszenz nachweisen. Untersuchungen des Blutes (serologische Untersuchung) auf innenohrspezifische Antikörper unterstützen die Diagnose einer Autoimmunerkrankung des Innenohres.

Wie wird eine Autoimmunerkrankung des Innenohres behandelt?

Die meisten Patienten sprechen auf eine frühe medikamentöse Behandlung mit Prednison und Methotrexat, einem chemotherapeutischem Mittel, an. Die Hörminderung kann bei manchen Patienten durch ein Hörgerät gebessert werden. Die Behandlung richtet sich auch danach, ob noch andere Erkrankungen vorliegen. Denn 15% aller an einer Autoimmunerkrankung des Innenohres Betroffenen, haben auch andere Autoimmunerkrankungen.

Über Autoimmunerkrankungen des Innenohres

Bis vor kurzem wurde angenommen, dass das Innenohr nicht vom Immunsystem angegriffen werden kann. Studien ergaben, dass das den Saccus Endolymphaticus umgebende Gewebe alle nötigen Bestandteile für eine immunologische Reaktion enthält. Das Innenohr ist auch in der Lage autoimmun auf sensitivierte Zellen zu reagieren, welche über den Blutkreislauf die Cochlea (Hörorgan, Cortisches Organ) erreichen.

Literatur

1. McCabe: „Autoimmun sensorineural hearing loss“ Ann Otol Rhinol Laryngol 88: 585, 1979

2. Harris Jp, Sharp Pa: “Inner ear autoantibodies in patients with rapidly progressive sensorineural hearing loss” Laryngoscope 100:516, 1990

Wir sind für Sie da

Mo. 8:00-12:00, 14:00-18:00
Di. 8:00-12:00, 14:00-18:00
Mi. 8:00-12:00, 14:00-18:00
Do. 8:00-12:00
Fr. 8:00-12:00

Ihr Weg zu uns

Prof. Maassen stellt sich vor

Prof. Dr. med. Marcus M. Maassen stellt sich vor: Person, Ausbildung und fachliche Schwerpunkte.

Weiterlesen...

Medien / News

In dieser Rubrik finden Sie Medienauftritte und Neues von Prof. Dr. med. Marcus M. Maassen

Weiterlesen...

Wir freuen uns auf Sie!

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns, um direkt einen Termin zu vereinbaren. Wir freuen uns auf Sie!

Weiterlesen...
Go to top